4 Tricks um deine Reise nicht länger aufzuschieben

4 Tricks

Kennst du das:

Das neue Jahr beginnt und wieder nimmst du dir vor endlich selbst auf Reisen zu gehen. Gar nicht weit. Vielleicht nur zwei Wochen. Oder sogar nur eine. Nach Sardinien! In die Alpen! In die Dolomiten! An’s Nordkap! Einfach weg! 

Du hast schon auf Motorrad Blogs die schönsten Straßen recherchiert und Übernachtungen und bist schon ganz aufgeregt vor lauter Vorfreude.

Und dann klappt es doch nicht. Wieder nicht. Weil, irgendwas dazwischen gekommen ist. Weil, du das Geld gerade doch nicht ausgeben möchtest. Weil, das Motorrad nicht fertig geworden ist. Weil, dass Wetter gerade nicht schön genug ist. 

Du und ich, wir wissen beide:

Das sind doch nur Ausreden!

Wenn dein Leben daran hängen würde, dass du diese Reise unternimmst, dann würdest du sie auch antreten. 

Es ist ein Prioritätenproblem. Nichts anderes.

Und so verschiebst du deine Reise mal wieder auf die nächstes Saison.

Du weißt wo das hinführt, oder?

Damit wir unseren eigenen Träume treu bleiben, müssen wir uns selbst überlisten. Ich weiß, es klingt verrückt, aber niemand zwingt uns zu unserem Glück.

Das müssen wir schon selbst machen.

Hier sind 4 Tricks wie du deine Reise (oder jegliches Ziel) erreichst:

1 Verpflichte dich vor deinen Freunden

Wir Deutschen sind ja eher zurückhaltend. Wir gehen mit unseren Träumen nicht hausieren. 

Das Schlimmste ist „Schwätzer“ genannt zu werden.

“Große Klappe, nichts dahinter!” Dann lieber keine dicke Lippe riskieren und deine Reisepläne für dich behalten, richtig?

Falsch!

Nutz es!

Erzähl deinen Freunden was du vorhast. Veröffentliche noch heute einen Beitrag auf Facebook und sage allen deinen Freunden was du vor hast.

Sobald du es gesagt hast, willst du doch nicht „Schwätzer“ genannt werden, oder?

2 Trage deine Reise in deinen Kalender ein (und verteidige sie)

Das Problem mit einer Motorradreise ist, dass sie recht leicht zu planen ist. Du brauchst keine teuren Flüge. Du kannst einfach losfahren. Das ist super, aber darin liegt auch die Gefahr. Sie lässt sich super leicht verschieben. 
Deswegen:

Trage deine Reise in deinen Kalender ein.

Was nicht im Kalender steht, existiert nicht.

3 Vorbuchen, Vorkasse & Vorfreude

Der Termin im Kalender ist schon ziemlich gut. Aber verteidigen wirst du ihn am besten, wenn du schon Geld ausgegeben hast. Wenn du in deiner Reise schon investiert bist. 

Buche und zahle doch jetzt einfach schon mal dein Wunschhotel. 

Das hat den netten Nebeneffekt, dass du noch mehr von deiner Reise hast. Der Genuss einer Reise besteht zu mindestens 80% aus der Vorfreude. Wenn du jetzt schon buchst, kannst du dich noch länger freuen – toll oder? Außerdem steigt die Wahrscheinlichkeit ins Unermessliche, dass du die Reise antritst.

4 Wette gegen dich!

Bevor meine Crowdfunding Kampagne online ging, habe ich mir vorgenommen jede Woche mindestens einen Artikel zu veröffentlichen.

Naja, das habe ich mir schon oft vorgenommen und selten eingehalten. Aber dieses Mal hat es geklappt.

Weißt du wie so?

Ich habe gegen mich gewettet.

Hätte ich es nicht geschafft, dann hätte ich meinen guten Freund Jan zum besten Italiener in der Stadt einladen müssen.

Gegen sich wetten klingt erstmal ziemlich bescheuert, dabei ist es smart und nutzt Ergebnisse aus der Verhaltensforschung:

Wir Menschen sind Verlustavers. Das bedeutet, dass wir uns über 100€, die wir verlieren mehr ärgern, als über gewonnene 100€

Etwas zu verlieren ist schlimm für uns und wir werden mit allen Mitteln versuchen es zu verhindern. So ist unser Steinzeithirn nunmal programmiert.

Auf Stickk.com kannst du professionell gegen dich wetten. Du vereinbarst ein Ziel und einen Zeitraum und einen Geldbetrag. Wenn du es nicht schaffst geht der Beitrag entweder an eine Charity oder (noch besser) an eine Anti Charity. Das Konzept der Anti Charity ist fantastisch, denn dann geht das Geld an eine Organisation, die völlig gegen deine Werte steht. 

Wette doch gegen dich:

Wenn du bist zum 01.07.2017 nicht deine Reise unternimmst, dann gehen 500€ an die NRA.

Ich wette du würdest Reisen gehen.

Fazit:

Wir sind alle super beschäftigt und gestresst und haben alle Hände voll zu tun. Da ist es doch logisch, dass so schöne (und leicht verschiebbare) Dinge wie eine Motorradreise schnell mal abgesagt werden. Zu Gunsten anderer Dinge, die in diesem Moment wichtiger oder dringender erscheinen.

Aber an die erinnert sich später kein Mensch mehr!

An deine Motorradreise wirst du dich hingegen noch in 100 Jahren erinnern.

Wohin fährst du 2017? Oute dich und schreib es uns in die Kommentare!




16 Kommentare

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  1. Thom

    Hallo Stefan,

    Genau so habe ich es gemacht. Zwar nur zwei verlängerte Wochenenden, aber geplant, gebucht, bezahlt. Jetzt ist nur noch Vorfreude.

    Gruß

    Thom

  2. Wolfgang

    Servus Stefan,

    schön geschrieben. Ja es ist unglaublich wie schnell die Zeit vergeht.
    Schon ist das neue Jahr da und von dem Vorsatz wieder mehr Motorrad zu fahren ist mal wieder nichts geworden.

    Dafür geht es dieses Jahr bei uns nach Marokko.
    Die Flüge und der Motorrad Transport sind schon gebucht. So das diese Reise sicher nicht mehr verschoben wird.

    Ja Nägel mit Köpfen zu machen und sich festzulegen hilft, die eigenen Hobbys nicht hinten runter fallen zu lassen.

    Grüße
    Wolfgang

    • Stefan

      Hi Wolfgang,

      ja es ist schon verrückt wie wir uns selbst aus dem Weg gehen müssen, damit wir das machen, was wir gerne machen.. Mir geht’s genau so!

      Marokko hört sich fantastisch an! Das reizt mich auch so. Warst du schon mal dort?

      Viele Grüße
      Stefan

  3. Felix

    Hallo Stefan,

    Dein Bericht lies mich schmunzeln:) denn genau vor diesem „Problem“ könnte ich demnächst auch stehen:
    Ich plane gerade eine 2-3 monatige Auszeit vom Job und dem alltäglichen Leben.
    Zwar werde ich das vermutlich erst 2018 umsetzen, aber irgendwann werden die Ausreden kommen.
    Um dem vorzubeugen habe ich schon meiner Familie und meinen Freunden von meinem Traum erzählt. Als nächstes folgt mein Arbeitgeber – das ist noch die größte Hürde. Wenn es von ihm das Okay gibt, gibt es tatsächlich keine Ausreden mehr :)

    Und gerade als Schwabe will man ja definitiv nicht „Schwätzer“ genannt werden ;)

    Viele Grüße
    Felix

    PS: freue mich schon riesig auf dein Buch :)

    • Stefan

      Hi Felix,

      der Alptraum eines jeden Schwabens: Schwätzer genannt zu werden :) Ich weiß genau was du meinst.
      Da bist du auf einem sehr guten Weg. Mir hat es auch sehr geholfen mich vor Freunden und Familie zu outen und somit ein Stück weit zu „verpflichten“ tatsächlich loszufahren :)

      Viele Grüße
      Stefan

  4. martn130289

    Hallo Stefan,

    also ich kenne das Problem nicht wirklich. Wenn ich nicht richtig krank werde, wird eine geplante Reise immer durchgezogen. Und da das Planen immer schon nach dem letzten Urlaub los geht, hab ich auch richtig lange Vorfreude.
    Dieses Jahr geht es im Juni für 2 Wochen nach Rumänien und im Herbst für 4 Wochen nach Skandinavien :) (meine beiden Moppeds wollen ja auch bewegt werden)
    Bin schon kräftig am planen, auch wenn der Plan nach dem zweiten Reisetag meist verworfen wird…

    Gruß Martin

    • Stefan

      Hi Martin,

      ich glaube, dass wird umso schwerer desto älter man wird bzw wie viel Verpflichtungen sich ansammeln.
      Dann ist die Reise schnell geplant und man freut sich und wenn der Termin dann aber da ist, da sind schon wieder viele Dinge aufgekommen, die so viel dringender sind.

      Ich versuche für mich Verpflichtungen so gering wie möglich zu halten, dennoch merke ich wie es trotzdem langsam mehr wird.

      Aber ist natürlich nicht bei jedem so,,

      Viele Grüße
      Stefan

  5. Peter

    Genau…. immer machen, später ist es zu spät.
    Letztes Jahr war es Irland ( Wild Atlantic Way im April) ca 4500 km und Österreich/Italien (im September), dieses Jahr im Mai nach Tschechien, im August ne Woche in den Odenwald und im September für 3 Wochen über Italien nach Korsika und zurück via französische Seealpen (Route de grandes Alpes).
    Zum Thema Alter: Ich werde in ein paar Tagen 54, fahre seit 38 Jahren Mopped und in jedem Jahr etwa 15-20000 km.
    Bemühe mich jedes Jahr mindestens eine längere Tour (mindestens 3 Wochen) zu machen. Hat mit 2 ausnahmen auch bisher jedes Jahr geklappt.

    • Stefan

      HI Peter,

      danke für deine Einsichten in das Thema.

      Da lebst du ein fantastisches Beispiel. Du hast auch nicht mehr Zeit als die anderen und dein Tag hat auch nur 24h, aber bei dir haben diese Touren hohe Priorität. Und deswegen machst du sie.

      Viele Grüße
      Stefan

  6. David Ciaravolo

    Hi Stefan

    Auch ich melde mich wieder einmal;) Dein Beitrag trifft es einmal mehr ins schwarze! Aber genau dies mach ich gerade unbewusst, vorallem allen über meine Reise zu erzählen! So bin ich, wenn ich was auftische dann bringe ich es mir zu liebe zu Ende;) Nun habe ich auch schon ein Teil meiner Reise bereits gebucht und bezahlt, bis jetzt nur eine Anzahlung, doch selbst diese möchte ich nicht verlieren. Desto näher das Datum anrückt, desto höher werden die Stornierungsgebüren;)yeaahh!!! Inzwischen habe ich die Richtung geändert, Asien hat mich sehr gereizt, doch die Unruhen in Pakistan und Afghanistan haben mich doch gezwungen etwas vernüftiger zu sein. Im Juli 17 werde ich nun meine Reise von Zürich aus nach Antwerpen Belgien starten. Von dort aus wirds spannend, am 24.7 startet dann ein grosses Frachtschiff von Grimaldi mit mir und meinem Motorrad an Board Richtung Montevideo Urugay!;) 30 Tage auf See und komplett auf mich selbst gestellt! Ja und dann gehts weiter überland quer durch Südamerika!! Trotz existenzängste und noch verschiedenen Unklarheiten freue ich mich riiieesiiig! Hoffe deine Karriere als Schriftsteller ist gut gestarteten. Höre immer wieder gern von dir. Lg David

    • Stefan

      Um Gottes Willen was für eine fantastische Reise!
      Wie hast du es hinbekommen, dass du auf dem Frachtschiff mitfahren kannst?

      Und dann Südamerika – das wird bestimmt überragend! Ich bin gespannt was du zu berichten hast. Mann, mann, mann! Klasse, dass du es durchziehst! Absolut fantastisch!

      VG
      Stefan

  7. David Ciaravolo

    Hey Stefan
    Naja das war nicht ganz einfach! Die haben nur ganz beschränkt Platz auf dem Frachter, musste auf eine Warteliste und soblad die Reisedaten von Grimaldi bestätigt wurden habe ich mir ein Platz ergattert! Grimaldi bietet da eine ganz coole Alternative zum Standart verfrachten! Mit deren RoRo Service fallen fast alle Hafengebühren weg da du das einschiffen sowie das ausschiffen selber übernimmst! War trotzdem nicht ganz günstig aber wenn du das Flugticket für dich sowie Fracht und Hafengebühren deines Motorrads berechnest kommen die 30 Tage Seefahrt günstiger. Die Zeit auf dem Schiff erlaubt dir spanisch zu lernen und dich auf die Weitereise überland vorzubereiten! Ach ja Vollpension inklusive;) und wenn du zu zweit fährst kommt es noch etwas günstiger?? Also falls du mit möchtest gib mir Bescheid ?

    Liebe Grüsse
    David

  8. Eva

    Der Artikel ist gut – und so wahr!

    Bei mir geht es im Juni endlich los – sechs Monate USA. Über den Teich kommen mein Motorrad und ich mit dem Schiff (leider auf getrennten, schnief…). Und dann grob nach Kompass, Wind und Laune :-)

    Viele Grüße
    Eva

    • David Ciaravolo

      Hallo Eva

      Cool, hast ähnliches vor wie ich???falls es dir in den USA langweilig werden sollte und es dich nach Süden verschlägt melde dich doch wenn du Lust hast bei mir?evtl. können wir ein Stück zusammen fahren?d80ciaravolo@gmail.com ist meine e-mail, absolut unverbindlich??
      Alles gute
      David


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