Couchsurfing Erfahrungsberichte: Was wir aus über 30 Übernachtungen gelernt haben

Erfahrungsberichte Couchsurfing

Was haben 2 Lehrer, ein Museumsdirektor, ein Projektkoordinator und ein Cafe Besitzer gemeinsam?

Sie haben uns alle über Couchsurfing in Ihren Wohnungen beherbergt. Der Begriff Couchsurfing ist auf howfarcanwego.de schon oft gefallen. Nach über 30  Couchsurfing Übernachtungen ist es an der Zeit unsere Couchsurfing Erfahrungen mit Dir zu teilen! Hier findest du unsere Couchsurfing Erfahrungsberichte – Vielleicht ist es ja auch etwas für Dich?!
Couchsurfing.org  ist eine Online Plattform, auf der Reisedende (Surfer) lokale Gastgeber (Hosts), nach einer Couch (Bett, Luftmatratze oder auch Platz auf dem Boden) fragen können. Hat der Gastgeber Zeit und Lust, kann er die Anfrage annehmen und man verabredet sich. Das ganze geschieht unentgeltlich, das bedeutet der Reisende muss für die Übernachtung nichts bezahlen.

Wer sind die Gastgeber?

Wer ist so verrückt, dass er völlig Fremde in seine Wohnung lässt und mit ihnen Küche, Bad und Toilette teilt und das umsonst?! Mittlerweile meine ich das „Couchsurfing-Host-Gen“ entschlüsselt zu haben! Die meisten Hosts:
  • reisen entweder selbst viel,
  • oder sind generell am Reisen interessiert
  • sind aufgeschlossen gegenüber Neuem
  • teilen gerne ihre Geschichten und
  • sind ebenso an Deinen Reisegeschichten interessiert.
Also bietet Couchsurfing für Hosts die perfekte Möglichkeit Menschen mit ähnlichen Interessen kennenzulernen!
Das passt auch zum Motte beim Couchsurfen:
Die Welt ist voller Freunde, die du noch nicht getroffen hast!
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Wie funktioniert Couchsurfing?

Über die Couchsurfing Plattform kannst du einfach nach potentiellen Gastgebern in deiner Wunschregion suchen. Danach kannst Du Gastgeber mit freien Couches anschreiben. Davor solltest Du aber  gründlich das Profil deines potentiellen Gastgebers studieren und deine Anfrage auch dementsprechend persönlich formulieren. Wichtig sind auch die erhaltenen Referenzen. Das funktioniert ähnlich wie bei Ebay. Nach einem gelungenen „Surf“ sollten Host und Surfer, jeweils eine Referenz hinterlassen. Diese gibt zukünftigen Interessenten wichtige Anhaltspunkte über den Host, sowie andersherum.
Des Weiteren solltest Du darauf achten dein eigenes Profil vollständig auszufüllen, um deinen potentiellen Gastgeber eine Idee davon zu geben, wer Du bist und wie Du tickst. Schreibe in jedem Fall mehrere Hosts an, denn nicht jeder wird Zeit haben. Sobald du eine positive Antwort erhalten hast könnt ihr euch verabreden und Telefonnummern austauschen.
Kommt der große Tag und Du und Dein Gastgeber trefft aufeinander, dann versuche Dich Deinem Gastgeber anzupassen. Wir haben meist die Erfahrung gemacht, dass unsere Hosts sich viel Zeit genommen haben. Aber nicht jeder hat die Möglichkeit dazu. Vielleicht muss dein Host arbeiten und hat nur Abends Zeit, es kann aber auch sein, dass er schon einen Plan zusammengestellt hat, was Ihr unternehmen könnt. In jedem Fall solltest du dich seinem Tempo anpassen. Hier findest du mehr Infos zum Verhalten während des Couchsurfens.

Unsere Couchsurfing Erfahrungen

Schlafgelegenheiten
Unsere Übernachtungsgelegenheiten haben stark variiert. Von einem komplettem Appartement, dass wir für uns alleine hatten, bis zu einem Platz auf staubigen Boden in „interessanter“ Umgebung war alles dabei. Komfort steht allerdings auch nicht im Vordergrund. Im großen und Ganzen nächtigten wir in 9 von 10 Fällen komfortabel.
Sicherheit
In keinem Fall hatten wir bisher ein unsicheres Gefühl. Teilweise war zu Beginn die Kommunikation etwas holprig, aber beim Kennenlernen hat es sich dann schnell erübrigt.
Erlebnisse
Wer unserem Blog folgt weiß, dass immer etwas los ist und das ist hauptsächlich unseren Hosts zu verdanken. Ohne Couchsurfing hätten wir Moskau sicherlich nicht so gut verstanden, hätte Paula nicht für uns gesungen und wir wären ganz sicherlich nicht nackt in Finnland gelandet! Es ist mehrmals vorgekommen, dass wir gar nicht gehen wollten, oder viel später abgereist sind als geplant. Die Zeit mit unseren Hosts und die vielen gemeinsamen Erlebnisse schaffen eine tiefe Verbindung. Schlafen wir hingegen in Hotels, wissen wir meist nicht was es zu sehen gibt und haben das Gefühl die Stadt nicht zu verstehen.
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Man muss allerdings auch erwähnen, dass Couchsurfing mit Aufwand verbunden ist. Hosts zu finden kann zeitraubend sein. Des Weiteren schränkt Couchsurfing die Spontanität auf Reisen ein. Hat man einen Zeitpunkt ausgemacht, ist es ungünstig diesen wieder zu verschieben. Blöd wenn man gerade Finnland entdeckt und dann doch gehen muss. Teilweise fühle ich mich auch nach ein paar gehosteten Tagen ausgelaugt und freue mich wieder auf ein Zimmer oder mein Zelt. Ruhe und niemandem verpflichtet zu sein kann auch schön sein.

Schnell zusammengefasst:

 
Vorteile:
  1. „Erlebnis-Katalysator“ für Deine Reise
  2. fantastische Leute kennenlernen
  3. Reiseziel durch die Augen eines Locals entdecken
  4. und verstehen
  5. kostenlose Übernachtung
 
Nachteile
  1. relativ hoher administrativer Aufwand
  2. kann auf Dauer anstrengend sein
  3. schränkt Spontanität auf Reisen ein

 

balbinaFazit

Couchsurfing ist eine spannende Alternative zu Hotel- / Hostelübernachtungen und für uns immer die erste Wahl! Es kann Dir leicht passieren, dass du nicht nur tolle Menschen kennen lernst, sondern auch neue Freunde gewinnst. Auf längeren Reisen ist ein Mix aus Couchsurfen und traditionellen Übernachtungen der Schlüssel für unvergessliche Erlebnisse!
Falls Du es noch nicht versucht hast, dann melde Dich doch einfach an und vernetze dich mit uns. :-) Wir sehen uns in der Welt!
Hast du Couchsurfing schon genutzt? Dann teile Deine Couchsurfing Erfahrungsberichte mit uns in den Kommentaren!

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10 Kommentare

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  1. Maximilian

    Hallo Stefan!
    Ich reise eigentlich relativ viel und liebe es, neue Länder und Städte zu erkunden. Mit Couchsurfing habe ich bisher noch keine Erfahrungen gemacht, nach diesen Blogartikel wird sich das aber ändern! Ich habe schon länger mit dem Gedanken gespielt, diese Reiseform auszuprobieren… aber irgendwie hatte ich dann doch immer Zweifel, wie sicher und komfortabel diese Übernächtigungsform ist. Deine Argumente habe mich jedoch überzeugt, wer würde nicht gern eine Stadt hautnah erleben und auch „verstehen lernen“? Wie heißt´s so schön: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Also ab ins Abenteuer! Danke für den mentalen Schubs, genau den hab ich gebraucht. Würde mich freuen, wenn ihr noch weitere Tipps und Informationen über Couchsurfing postet!
    Liebe Grüße, Maximilian

  2. Stefan

    Hi Maximilian,
    Danke für deinen Kommentar! Beim ersten „Surf“ kannst Du Dir auch mehr Zeit lassen und die Referenzen der Gastgeber genau studieren. Daraus lässt sich meist viel ableiten.

    Frohes Surfen :-)

  3. Nici Sparkles

    Ich bin seit über zwei Wochen in Montréal und surfe auf Alex‘ Couch. 2 Wochen auf einer Couch? Das wäre doch etwas unbequem. ;-) Ich habe hier sogar ein eigenes Zimmer. Montréal ist eine Stadt, die touristisch nicht so sehr viel zu bieten hat. Es ist vielmehr die vollkommene und französisch beeinflusste „Joie de vivre“ (Lebenslust), was diese Stadt auszeichnet. Und wie sollte man das erleben können wenn man als Touri im Hotel haust. Das geht wirklich nur indem man mit den Leuten aus Montréal LEBT. Brunchen, nicht touristische Stadtviertel erleben, Barbecues und einfach die Gastfreundschaft und Offenheit der Menschen hier genießen. Möglich durch Couchsurfing. Für mich eine absolut tolle Erfindung. Sehr bereichernd! Immer wieder gerne (im entsprechenden Mix mit Hostels, Hotels, RnB wie von euch erwähnt).

  4. Alexandra

    Hallo Stefan,

    ich schick dir leicht regnerische und augustkalte BNI-Grüße aus good old Esslingen :-)
    Dein Couchsurfing Bericht ist klasse. Ich habe mich HEUTE angemeldet und werde meine erste Couchsurfing-Erfahrung wohl irgendwann Ende des Jahres irgendwo in Lateinamerika machen. Ich bin gespannt – und freu mich drauf!!

    Lasst es euch gutgehen und weiterhin gute Reise!!

    Alex

  5. Evelyn

    Hallo Stefan,

    Eine frage bleibt mir aber noch. Da ich in Kürze zum ersten mal couchsurfe, würde ich gerne wissen ob du deinen Hosts etwas mitgebracht hast oder es gelassen hast? Bzw. Was du ihnen mitgebracht hast.

    • Stefan

      Hi Evelyn,
      ich denke dein Host wird sich über eine Kleinigkeit sehr freuen. Wir hatten Hosts die gar eine Art Schrein hatten für die kleinen Geschenke von ihren Surfern.

      Am besten etwas aus deiner Stadt oder vielleicht etwas persönliches von dir? Vllt kannst du ja gut basteln :-)

      Wir haben (aus Platzmangel) unseren Hosts Postkarten von uns und den Motorrädern mitgebracht. (also Bilder als Postkarten gedruckt) Das kam ganz gut an.

      Grüße
      Stefan

  6. Georg

    Ich habe keine guten Erfahrungen damit gemacht !Wenn ich Anfragen zum übernachten oder zum Treffen hatte .Und ich hatte zugesagt !Hat keiner den Anstand besessen abzusagen!

  7. Silvi

    Toller Artikel! Ich habe Couchsurfing schon in Deutschland, Kroatien, Italien, in der Türkei und in der Schweiz genutzt und es war immer gut. Anfangs, wie du auch schon sagst etwas holprig, aber man lernt wirklich interessante Menschen kennen, zu denen ich teilweise immer noch Kontakt halte. Man hat immer das Insiderwissen der Einheimischen und lernt die Stadt von einer ganz anderen Seite kennen. Je nach Abendplanung des Hosts rutscht man dann auch mal in eine Wohnheim- oder WG-Party rein, was vor allem nach einem stressigen Tag anstrengend sein kann, aber auch da hat man meist offene und lustige Charakteren dabei, die es wieder erträglich machen. Couchsurfing ist definitiv eine Erfahrung wert, sowohl als Host als auch als Surfer. Kann ich jedem ans Herz legen, der mal abseits des Massentourismus das Leben der Stadt kennenlernen will.

  8. Sascha

    Da musste ich 45 Jahre alt werden um etwas über „Couchsurfing“ zu lesen und zu lernen. Ich finde die Idee SUPER und habe mich gerade angemeldet. Räume habe ich genug seit die Kinder weg sind und ich freue mich jetzt schon auf Besucher!


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