Freiwilligenarbeit in Indien

Discovered

Kann nachhaltige Entwicklungsarbeit von Unternehmen geleistet werden? Oder ist diese Aufgabe ausschließlich NGOs und staatlichen Institutionen vorbehalten? Wir wissen es nicht, wollen es aber bei „Discovered“ herausfinden!

Gib einem Hungernden einen Fisch, und er wird einmal satt, lehre ihn Fischen und er wird nie wieder hungern.

Ganz nach Laotse führen gute Absichten zwar oft zu Linderung der Symptome, kurieren aber nicht die Krankheit. Zu beobachten ist das vor allem bei der Entwicklungshilfe. Ein gutes, bzw. schlechtes Beispiel ist die Agrarpolitik der EU.

Unter dem Deckmantel der Ernährungssicherung werden subventionierte Nahrungsmittel in vielen afrikanischen Staaten zu Dumpingpreisen verhökert. Was auf den ersten Blick wie eine nette Maßnahme wirkt (können sich die armen Afrikaner doch günstige Lebensmittel kaufen!), führt zur Zerstörung der lokalen Landwirtschaft, da afrikanische Bauern nicht gegen billige europäische Nahrungsmittel konkurrieren können.

landwirtschaft

Für Nationen, die weder Dienstleistungs- noch Industrienationen sind, nimmt die Landwirtschaft einen wichtigen Teil ein. Die Unterdrückung der Landwirtschaft hemmt die Entwicklung Afrikas.

Mehr Wert statt Nullsummenspiel

Nachhaltig ist der Ansatz hingegen bei sozialen Unternehmen. Social entrepreneurs  gehen dem eigentlichen Sinn des Unternehmertums nach. Sie vertreiben Produkte und Dienstleistungen, die das Leben der Menschen verbessern. Und zwar auf Mitarbeiter-, Lieferanten- und Kundenseite. Nicht nach dem Motto „ich habe ein neues IPhone und kann effektiver meine Zeit vergeuden, dafür verliert der Minenarbeiter, der die seltenen Erden abbaut, 30 Jahre Lebenserwartung. Soziales Unternehmertum ist kein Nullsummenspiel.

Ein tolles Beispiel ist discovered, ein niederländisches Start-Up. Die Macher von discovered haben einen Marktplatz geschaffen auf dem Künstler aus Entwicklungsländern ihre Kunst weltweit verkaufen können. Heute kannst du schon Produkte aus Indien, Peru und Südafrika finden und bequem liefern lassen.

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Erzeugnisse aus Entwicklungsländern haben schon ihren Weg in deutsche Fußgängerzonen gefunden. Doch entweder sind es Imitate, oder zu Dumpingpreisen eingekaufte Originale.

Anders bei Discovered

Künstler können ihre Erzeugnisse kostenlos einstellen und direkt an Interessenten weltweit, zu eigen festgelegten Preisen verkaufen. Nötig dafür sind ein Telefon, eine Kamera und ein Internetanschluss. Durch diesen Ansatz fallen viele Mittelsmänner heraus und die Künstler erhalten den Preis, der ihnen tatsächlich zusteht.

Verwerflich Geld zu verdienen?

Discovered schlägt auf den Preis des Künstlers eine Gebühr von 15% auf. Über diesen Betrag finanzieren sie Mitarbeiter und laufende Kosten. Ist das nun verwerflich? Ich sehe hier ein klares Nein aus 4 Gründen.

1 – Fokus

Trägt sich das Unternehmen selbst erlaubt es den Gründern und Mitarbeitern sich voll auf diese Sache zu konzentrieren

2 – Unabhängigkeit

Hängt ein Unternehmen dauerhaft am Tropf von Investoren und Gläubigern, können diese die Geschäftspolitik in Ihrem Sinne manipulieren. Ein gesundes Unternehmen hingegen, kann seiner eigenen Philosophie nachkommen.

3 – Inspiration

Stell dir vor, du könntest dein Geld mit einer Tätigkeit verdienen, die die Welt tatsächlich ein kleines Stück besser macht! Ist das nicht erstrebenswerter, als ein Job der dir Geld gibt, aber keinen Sinn stiftet? Sicher würden mehr Menschen diesem Ideal nachkommen, wenn Sie nur von erfolgreichen Beispielen wissen würden!

4 – Nachhaltigkeit

Erfolgreiche Unternehmen können ihrer Tätigkeit nachhaltiger nachkommen, als viele andere Organisationen. Schließlich hängen sie nicht am Wohlwollen von Spendern.

Unser Job bei Discovered

Kurz gesagt: noch nicht definiert. Da es doch noch einige Zeit hin ist, und wir uns im Start Up Umfeld befinden wird es noch bis zu unserer Ankunft festgelegt werden. Gut möglich, dass es darum gehen wird lokale Künstler zu akquirieren.

Gefallen dir die Produkte bei Discovered?