Von Inseln und Eimern

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Weiße Sandstrände, glasklares Wasser, ausschweifende Partys, Fußmassagen & Fruchtshakes bis zum Vitaminschock! Südthailand – wir kommen!

Als erstes steht Bangkok an; spätestens seit den Hangover Filmen ist Bangkok der feucht-fröhliche Traum aller Partywütigen. Großstädte – im besonderen asisatische – sind allerdings kein Vergnügen mit dem Motorrad. Zuerst wollen wir das Visum für unsere Motorräder verlängern (ja auch Motorräder brauchen ein Visum in Thailand). Der Weg zur Behörde stellt sich jedoch als absolut nervtötend heraus! Durch die Autobahnen, die auch über uns verlaufen, ist das GPS Signal meistens gestört und wer hier falsch abbiegt verliert leicht eine halbe Stunde.
Aus dem nichts hält eine 250er Kawasaki neben uns an, darauf sitzt Woot. Woot ist nicht nur IT Spezialist, sondern auch Motorrad Enthusiast. Das geht soweit, dass er uns den Weg zur Behörde lotst und das dauert über eine Stunde! Biker halten eben auf der ganzen Welt zusammen!
Die Verlängerung gelingt schließlich spielend und wir kämpfen uns zu unserem Hostel durch. Und da werden die Böcke nun erstmal eine Woche stehen. Eine Woche? Ja, ein Woche denn wir sind:

Lost in Bangkok

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Zuerst treffen wir Brina – Bruno und Lina, Du kennst sie schon aus Myanmar und Chiang Mai, das coolste Pärchen diesseits des Mississippis mit dem coolsten Van aller Zeiten (der auch stehen bleibt)
In Bangkok werden uns 3 Dinge zum Verhängnis:
1 – Reggae Bars – oh wie schlimm sind Reggae Bars! Man sitzt, quatscht und trinkt:
2 – Buckets. Trinken aus Eimern. Man muss aus Eimern trinken. Trinkt man zu wenig ist Bangkok und vor allem die Khao San Road zu viel. Außerdem ist uns Kultur wichtig und Eimer gehören nach Bangkok wie die Spätzle nach Stuttgart. Noch schlimmer wird es dann wenn ein guter alter Freund den weiten Weg wagt und Nummer 3 mitbringt:
3 – Chrystal HeadEin ganz schlimmer, weil sehr milder Vodka. Du trinkst ihn wie Wasser und in Bangkok ist es heiß – Du musst viel trinken.
Mit Chrystal Head im Kopf, Buckets im Anschlag und den Reggae Bars sind wir gut bedient.
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Wir besuchen noch die berühmte Skybar, ebenfalls aus dem Hangover Film und genießen wehmütig die Aussicht. Denn jedes Saufgelage hat ein Ende und wir gehen über zum Inselhopping und beginnen unser neues Leben in der Badehose.

Koh Samui

Weihnachten auf Koh Samui. Weihnachten auf Koh Samui mit 11 Freunden. Weihnachten auf Koh Samui mit 11 Freunden in einer Villa. Und einen Hund hatten wir auch noch. Nein wir sind nicht zu bedauern. Weihnachten weg von daheim ist eigentlich nicht mein Bucket, aber in dieser Form war es mehr als nur fantastisch. Wir treffen auch Javi, Angel und Lauranne wieder, mit denen wir in Myanmar waren und außerdem kommen neben Georg noch 5 weitere Freunde den weiten Weg ins Paradies.
Auf Koh Samui geht es uns richtig gut. Wir grillen zu Weihnachten und springen allesamt mit Klamotten und Hund in den Pool.
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Aber nicht einmal im Paradies ist alles perfekt: an Weihnachten herrscht in Koh Samui Hochwasser. Das bedeutet, dass die meisten Strände unter Wasser sind. Das ist kein Grund weiter zu ziehen, aber Silvester naht und dafür gibt es nur einen angemessenen Ort.

Koh Phangan

In Koh Phangan gibt es anscheinend nur die Full Moon Partys. Und die Silvester Party. Nach knapp 8 Monaten sind wir hier übrigens zum ersten Mal richtig auf die Nase gefallen: Wir hatten eine Unterkunft im Voraus gebucht und sollten diese auch im Voraus bezahlen. Booking.com meinte in der Bestätigungsmail, dass es üblich sei zur Hochsaison im Voraus zu bezahlen. Mit mulmigem Gefühl überweisen wir über 700€ an irgend einen Menschen. Du siehst wo die Story hingeht… Als wir ankommen existiert weder Unterkunft noch Zahlungsempfänger. Die örtliche Polizei hat es natürlich nicht interessiert.
Die Full Moon Party ist zwar berüchtigt, dass aber irre Engländer über brennende Seile springen oder Limbo unter glühenden Stange tanzen hätte ich nicht erwartet! Manche konnten es zumindest ganz gut, diese beiden Spezialisten weniger!

In Koh Phangan kann man es sich aber auch am Strand gut gehen lassen. Wir verbringen die Tage in benachbarten Bungalows, trinken Fruchtshakes und Bier, planschen im Badewannenwasser und versuchen neue Volleyballrekorde aufzustellen.
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Nach 2 Wochen verabschiedet sich schließlich die deutsche Belegschaft. Anka, Katha, Uwe, Dudi, Jan – vielen Dank! Ihr habt Weihnachten und Silvester so fern ab von der Heimat nicht nur erträglich, sondern außergewöhnlich gemacht.
Was während einer langen Reise am meisten fehlt sind Unterhaltungen die über das übliche „Woher kommst du? Wohin geht die Reise? – Smalltalk Bla Bla“ hinausgehen. Die 2 Wochen mit Freunden waren Balsam für die Seele eines Reisenden.

Phuket – ah nein doch nicht

Für uns geht es vermeintlich auf die nächste Insel. Allerdings nur wenn Smetana auch möchte und sie will nicht. Geschlagene 4 mal versuchen wir die Insel zu verlassen und jedes Mal quittierte sie den Dienst.
Der zuständige Mechaniker (Nan) ist sich zu Beginn ganz sicher, dass es die Benzinpumpe ist. So wird eine neue geordert. Das dauert natürlich, da sie vom Festland kommen muss. Zum Abschied versichert er mir schließlich, dass ich zu 100% morgen in Phuket bin.
Am nächsten morgen fahren wir an seiner Werkstatt vorbei, nur um 500m weiter stehen zu bleiben. Es sei die Batterie. 1000%. Die muss natürlich vom Festland geordert werden. Und morgen sei ich zu 1000% in Phuket.
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Ich frage Fou ob wir nicht einen anderen Weg zum Hafen nehmen wollen, da die Strecke offensichtlich verflucht ist. Er glaubt aber nicht an schwarze Magie und so fahren wir an der Werkstatt vorbei und schaffen einen neuen Rekord, bleiben aber wieder stehen. Der arme Nan der mir das Bike schon für 200€ mit teilen verbaut hat, die ich nicht brauche kommt wieder vorbei und findet dieses Mal tatsächlich den Fehler: eine Steckverbindung vom Laderegler war undicht und die Kontake sind weggerostet! So konnte die Batterie nicht laden. Er entfernt die Verbindung, lötet alles direkt zusammen, lädt die neue Batterie und dieses mal sind war tatsächlich auf dem Weg nach:

Phuket!

Wir treffen Javi und Lauranne, die sich in Phuket ein neues Leben aufbauen wollen. Ein Häuschen haben sie sich schon gemietet. Der Rest vom neuen Leben läuft noch schleppend und so sind die beiden auch mit dem Gründen einer Webmarketing Firma und Bewerbungsgespräche führen beschäftigt. Fou und ich sind in Phuket so faul wie sonst noch nie. Zwischen Strand und Reggae Bar wird die Reise weiter geplant und die Yamaha gepimpt.
Aber in Thailand ist Besuchsmonat und Bartosz kommt ebenfalls ins Paradies und weckt uns aus unserer Lethargie. So sehen wir das berühmte Nightlife von Phuket (geh da nicht hin), Koh Phi Phi (da kann man hingehen), versuchen das Thai Red Bull(danach gehst du überall hin) und fahren an THE Beach, the Leonardo di Caprio Maya Bay. The beach ist übrigens tatsächlich der schönste Strand den ich je gesehen habe, aber er ist so überlaufen, dass man ihn vor lauter Badehosen und Sonnencreme kaum sehen kann.
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Wir sind mittlerweile Thailand müde: Das einfache Reisen, die Tankstellen, die perfekten Straßen, die Supermärkte an jeder Ecke. All das was wir zu Beginn noch so gefeiert haben wiederholt sich und wir sehnen uns nach Abwechslung.
Lauranne und Javi zu verabschieden schmerzt, denn dieses mal werden wir sie lange nicht mehr wieder sehen. Mit einem weinenden und einem lachenden Augen winken wir Malaysia.