Was Dir keiner über Motorrad Weltreisen erzählt!

Copy of Sie haben eine Lücke im Lebenslauf. (1)

Dieser Bericht ging vor ein paar Wochen als Email raus. Normalerweise veröffentliche ich keine Emails aus unseren Neuigkeiten und das wird eine einmalige Ausnahme bleiben. In einer Email kann ich einfach viel persönlicher schreiben als hier auf dem Blog. Allerdings gab es einiges an Reaktionen und daher möchte ich sie dir nicht vorenthalten:

Die letzten Wochen waren richtig hart! Nicht wegen schwierigen Straßen oder verrücktem Verkehr, sondern mental.

Ich war damit beschäftigt das Motorrad und mich nach Australien zu bringen.

Schon bei der Planung der ganzen Reise war eine Ziel schnell formuliert:

Komme auf keinen Fall pleite in Australien an!

Denn:

– Wenn Du länger in einem Hostel unterkommen willst kostet das fast 200€ –   pro Woche

– Lebensmittel sind richtig teuer

– Von Bier wollen wir gar nicht erst sprechen

Tja, das hat nicht  geklappt!

Wenn sich die Panik breit macht:

Nachdem ich die Verschiffung gezahlt, das Motorrad zugelassen und versichert habe, saß ich mit sage und schreibe 154€ auf der Bordsteinkante – Uups!

Das es so kommen würde war in Osttimor schon abzusehen.  Die Verschiffung war 3 mal so teuer wie noch vor einem Jahr.

Motorrad im Container - Fayus pleite

Motorrad im Container – Fayus pleite

Boom! Die Rechnung hat mich getroffen wie die Rechte von Klitschko.

Die Verschiffung an sich dauert 4 Wochen und 6 bis du das Motorrad aus dem australischen Zoll befreien kannst. Und so habe ich mir 6 Wochen lang den Kopf zermartert, wie ich Australien überleben soll.

Klar hätte ich Leute anpumpen oder einen Spendenknopf auf dem Blog einrichten können, aber das möchte ich so gut es geht vermeiden.

Es gibt Tiefpunkte auf solchen Reisen und dieser war besonders tief.

Ich habe die Wartezeit in Bali mit einer Freundin verbracht und als wir auf dem Roller sitzen und ins Hotel fahren wollen wird mein Atem flach, mir wird schlecht und schwindlig… Hallo Panikattacke.

Mich hat dieser Gedanke, bald mittellos zu sein, völlig fertig gemacht.

Aber: Dieses Gefühl suchen wir Langzeitreisenden!

Hä?! Wer sucht denn nach Panikattacken?!

Es sind nicht die Tiefpunkte, es ist die Euphorie danach!

Zuhause habe ich mich oft so gefühlt, als ob mein Leben ein einziger Brei wäre: alles gleich, 9-5, Aufstehen, Arbeiten, Fernsehen, Schlafen. Es gab wenig Highlights, aber auch wenig Tiefpunkte. Eingebettet in Versicherungen lebte ich von Tag zu Tag wie in Trance.

Wenn Du allerdings so eine Reise unternimmst (und ich wünsche dir, dass du das tust), dann jagt nicht nur ein Highlight das andere – es gibt auch diese verdammten Tiefpunkte!

Aber das ist gut so, denn wenn Du durch diese Täler gehst erscheinen die Glücksgipfel, die du danach besteigst orgasmisch :-)

Mit anderen Worten die Highlights werden noch schöner, weil du es davor eben so schwer hattest!

Verstehst du was ich meine?

Das Leben ist einfach extremer! Manchmal glaube ich, ich kann es greifen, spüren und möchte es umarmen.

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Ladakh: viel geiler NACH überstandener Lebensmittelvergiftung

Und genau das macht süchtig!

Außerdem lernst Du dir mit jeder Challenge mehr zu vertrauen.

Kaputte Kette im Iran? Lebensmittelvergiftung in Pakistan? 60h im Zug durch Indien?

Egal – ich bin immer noch hier und habe alles überstanden!

Die Wochen vor Australien waren richtig hart, aber guess what?

Ich habe innerhalb von 2 Tagen einen Job gefunden, ein Biker aus der Horizons Unlimited Community hat mich bei sich aufgenommen und ich wohne jetzt 20km außerhalb von Darwin am Rande zum Outback in einem Haus im Kolonial Stil. :)

Dass es so läuft war nicht abzusehen (danke Glück, Kharma und Universum).

Viel besser kann es nämlich nicht sein.

Es fühlt sich umso besser an, weil es davor so BESCHISSEN war!

In Reisebüchern, Blogs, oder Facebook Seiten werden gerne die fantastischen Sonnenuntergänge in der Wüste gezeigt oder die gelungenen Flußdurchfahrten.

Was es aber wirklich ausmacht, sind die misslungenen Flußdurchfahrten!

Wenn Du Dich nach einem intensiven Leben sehnst, dann ist so eine Reise richtig für Dich!

Aber sei Dir nicht nur bewusst, dass es Tiefpunkte geben wird, sondern dass es genau diese Tiefpunkte sind, die Deine Reise einzigartig machen.

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  1. Es

    Wir alle wollen Adventure und genau die Tiefpunkte gehören auch dazu, denn wenn die mal überwunden sind kann man über einiges Lachen und davon sprichst du noch in Jahren. Reisen macht Spass mit allen höhen und tiefen und genau das macht es aus. Viel Spass weiterhin

  2. Steffi Mania

    Hallo Stefan!

    Ein toller Artikel!

    Ich denke, du hast absolut recht damit, dass wir wegen der Tiefpunkte das Schöne erst so richtig zu schätzen wissen. Ohne Auf und Ab wäre alles doch ziemlich langweilig. Wer immer nur Höhepunkte erlebt, wird wenig lernen und wenig wachsen.

    Trotzdem wünsche ich dir, dass sich deine momentane Situation bald zum Guten wendet und drücke dir die Daumen.

    :)

    Steffi

  3. Simon

    Hi Stefan,

    schön dass du diesen Artikel mit uns teilst! Absolut emotionaler Text und hat mich so sehr an meine Reisen zurück erinnert, danke dafür! Du hast Recht, all unsere Abenteuer wären nur halb so geil ohne diese Krisenzeiten. Und ja, diese Situationen machen süchtig! Denn: ich spüre schon was in der Luft, bald kommt was großartiges. Und es geht immer weiter, IMMER. Was wir brauchen wird immer da sein. Das ist wohl ein universales Gesetz worauf jeder vertrauen darf. Das Leben ist so wunderbar. Ich freue mich gerade sehr für dich, dass du so eine tolle Reise hinter dir und noch vor dir hast!

    Love,
    Simon :)

  4. Oskar

    Ja ja, die Kosten!

    Motorradreisen ist halt teuer….. der Betrieb einer Maschine kostet schon genug, die Transporte selbiger viel zu viel…. preiswerter ist ein Fahrzeugwechsel auf Fahrrad oder Tretroller! :-)
    Das bisher billigste Vehikel ist der Tretroller, bisherige Betriebskosten nach 640 km / Jahr > Null Euro
    Das teuerste Fahrzeug nach 43000 km /Jahr Betriebskosten/Service (Service, Reifen, Sprit) 9200,00 € – ergo, Fahrzeugwechsel > weniger Kosten :-)


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