Motorradkoffer – die ultimative Übersicht

Motorradkoffer

Nichts vermittelt das Gefühl von Fernreise so sehr, wie ein paar ordentliche Motorradkoffer am Reisemotorrad. Nicht ohne Grund, denn gute Motorradkoffer sind mehr als nur Klebefläche für Flaggensticker bereister Länder, sondern:

  • robust und halten leichteren Stürzen stand
  • staub- und wasserdicht
  • bieten Sicherheit, wenn das Motorrad unbeaufsichtigt steht.

Allerdings fällt auch Schatten, wo es Licht gibt, denn Motorradkoffer sind: 

  • oft sehr schwer
  • können beim Sturz Verletzungen verursachen
  • sind sehr teuer

Motorradkoffer sind meistens aus Aluminium oder Hartplastik und verfügen über Dichtungen an den Öffnungen, die dafür sorgen, dass Wasser und Staub draußen bleiben. Für Reisen sind Motorradkoffer besser geeignet, die nach oben öffnen.

Wichtig ist außerdem die Seitenkofferhalterungen: sie trägt das komplette Gewicht, muss die ständigen Vibrationen aushalten und soll gleichzeitig bei einem Sturz nicht brechen.

Motorradkoffer gibt es in verschiedenen Größen. Ideal ist es, wenn die Koffer nicht breiter aufbauen, als der Lenker. So kannst du dich immer noch traumwandlerisch durch den Stau schlängeln. Außerdem verleitet ein größere Koffer dazu mehr Gepäck zu laden, was sich wiederum negativ auf die Fahreigenschaften auswirkt.

Alternativen zu Motorradkoffern, sind Satteltaschen. Diese sind viel leichter, allerdings auch weniger robust und bieten Langfingern weniger Widerstand.

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  • Deutschland - Australien: Das hat es gekostet
  • Wie ich das gesamte Budget in 2 1/2 Jahren gespart habe

1 Motorradkoffer – Premium Modelle

Motorradkoffer gehören zu den wohl teuersten Ausrüstungsgegenständen für eine Motorradreise. Oft sind die Koffer gar teurer, als der Inhalt, den sie transportieren. Qualität hat seinen Preis und den lassen sich die Hersteller auch dementsprechend bezahlen.

Hepco & Becker „Gobi“

motorradkoffer_gobi

Mit den Motorradkoffern „Gobi“ von Hepco & Becker waren wir unterwegs. Mich haben sie von Stuttgart bis nach Sydney begleitet. Sie waren in der russischen Tundra, in der usbekischen Hitze und auf der höchsten Straße der Welt. Wir haben die Koffer über die Schlaglochpisten Zentralasiens und tausende Kilometer auf Waschbrettpisten im Outback gequält. Kurzum: das Koffersystem hat einiges mitgemacht und verdient nur ein Urteil:

Hervorragend!

Eine Lieblingsbeschäftigung von Motorradreisenden ist das Schweißen der Seitenkofferträger – das blieb mir komplett erspart! Ein einziges Mal musste ich eine Schraube nachziehen, mehr war nicht zu tun!

Die Koffer blieben über die gesamte Reise und bis heute komplett dicht. Zu erwähnen ist, dass die Koffer sich trotz zahlreicher Umfaller und Stürze nie verzogen haben und nichts an ihrer Dichtigkeit eingebust haben und immernoch zuverlässig schließen.

Die Schlößer funktionieren ebenfalls immer noch tadellos. Wichtig ist sie immer wieder vom Staub zu befreien um die feine Mechanik zu schützen.

Die Koffer sind mit einem praktischen Schloßmechanismus an den Kofferträgern befestigt. In nur wenigen Sekunden hat man die Koffer vom Motorrad abgenommen. Das ist extrem praktisch, wenn man mal wieder in der Hotellobby parken muss und der Eingang nicht breit genug ist.

Ich bin kritisch mit meinem Equipment aber meine Gobi Koffer & meine Isomatte waren die einzigen Ausrüstungsgegenstände die restlos überzeugt haben.

Der einzige Wehrmutstropfen ist allerdings der Preis.

Gobi Koffer bei Polo anschauen >>>

Passende Kofferträger bei Polo ansehen >>> (unbedingt passendes Motorradmodell auswählen!)

Hepco & Becker „Xplorer“

motorradkoffer_xplorer

Die Premiumkoffer von Hepco und Becker in Aluminium. Gut gefallen die abgerundeten Ecken für die Kurvenschleifer unter uns.

Hier geht es zu einem Testbericht von Motorrad Online

Xplorer bei Polo ansehen >>> (unbedingt passendes Motorradmodell auswählen)

passende Kofferträger bei Polo ansehen >>>  (unbedingt passendes Motorradmodell auswählen)

SW Motech „Trax Adventure“

motorradkoffer_trax

SW Motech schickt seine TraX Adventure Motorradkoffer ins Rennen. Ebenfalls aus Aluminium. Genial bei diesen Koffern ist, dass der Deckel komplett abgenommen werden kann. Zum Testbericht

Trax Adventure (37Liter) bei Polo ansehen >>>  (unbedingt passendes Motorradmodell auswählen)

Trax Adventure (45 Liter) bei Polo ansehen >>> (unbedingt passendes Motorradmodell auswählen)

Quick Lock Seitenkofferträger >>> (unbedingt passendes Motorradmodell auswählen)

Adapterplatte für Trax Adventure Koffer >>> (notwendig)

Touratech Zega Pro 2

Die Zega Produktlinie von Touratech ist unter Fernreisenden sehr gängig. Leider habe ich über die Zega Pro 2, das aktuellste Modell, noch keine unabhängigen Tests gefunden. Hast du Erfahrungen? Teile sie gerne in den Kommentaren.

motorradkoffer_zega

Zu Touratech >>>

Motorradkoffer Übersicht

 

Motorradkoffer kosten

 

2. Alternativen für Motorradkoffer

Vergleicht man den Preis für Aluminium mit den Kosten für Koffer wird einem schwindelig. Selbstverständlich ruft dieses Verhältnis andere Hersteller auf dem Plan, die sich ihr Stück vom Kuchen abschneiden wollen.

ShopDennoch ist Vorsicht geboten: Fährst du Touren, die über die Fahrt zur Eisdiele hinausgehen, dann sollten die Motorradkoffer aus festem Aluminum oder schlagfesten Kunststoff sein und solide Verschlüße haben. Wichtig ist außerdem, dass die Koffer nach oben hin öffnen; viele billig Anbieterlösungen würden einer entsprechenden Tour wohl nicht standhalten können. 

Andere Hersteller sind zum Beispiel

  • G+G Shop
  • Krauser Motorradgepäcksysteme.
  • RMS Metalwork – Maßgeschneiderte Lösungen,die viel Volumen bieten, aber weniger aufbauen als die meisten anderen Koffer!
  • Tesch Travel Taschen – Legendäre Koffer, erhältlich mit vielen reisefreundlichen Extras, budget-schonend!
  • Därr Expeditionsservice – absolut faire Preise!
  • Heavy Duties – der Name ist Programm, solide Boxen, aber nicht günstig
  • Bumot – Koffersysteme, ähnliche Preise, wie die großen Hersteller
  • Big Husky – solide anmutende Koffer zu fairen Preisen
  • Grave – Motorradkoffer aus Tschechien, schau dir mal den Kommentar von Detlev unter dem Artikel an!

Hast du Tipps zu anderen Herstellern für uns? Schreibe sie gerne in die Kommentare! (Vielen Dank an die vielen Tippgeber!!)

3 Topcase, ja oder nein?

Neben den eigentlichen Motorradkoffern, gehört ein Top Case ebenfalls zur Standardausstattung.

Das spricht dagegen:

Ein Top Case beeinträchtigt die Fahreigenschaften auf schlechten Straßenverhältnissen enorm!

Das Problem ist, dass das Gewicht sehr hoch und sehr weit hinten sitzt. Für die Balance des Motorrades ist das alles anderes als ideal.

Weiterhin kostet ein Top Case auch noch einmal ordentlich viel Geld.

Das spricht dafür:

Nichts ist praktischer als ein Top Case!

Die schlechteren Fahreigenschaften sind erst spürbar , wenn du asphaltierte Straßen verlässt. Solange die Straßen gut sind und das Top Case nicht zu schwer beladen ist, macht es kaum einen Unterschied (Außer du fährst mit 250km/h über die Autobahn.)

Außerdem gibt ein Top Case noch einmal richtig viel zusätzlichen Stauraum!

Meine Erfahrungen

Ich bin mit einem sehr eigentümlichen Top Case unterwegs gewesen. Einem Peli Koffer, den ich hinten auf eine Gepäckbrücke geschraubt habe. Ich wählte diese Lösung, da in das “Gobi” Top Case meine Drohne nicht gepasst hat.

Motorradkoffer und TopCase

Dieses Top Case war unendlich praktisch, aber brachte auch viel Spott ein (Pizzalieferant?). In Kirgistan und spätestens auf dem Manali Leh Highway war ich aber die Instabilität leid.  

Danach war ich nur noch mit 2 Gepäckrollen (einer großen und einer kleineren) beladen. Der Unterschied war gewaltig, das Fahrgefühl tausendfach verbessert und würde ich heute noch einmal auf die gleiche Reise gehen, würde ich wohl gleich auf ein Top Case verzichten (aus Liebe zu den Schotterstraßen dieser Welt)

Motorradkoffer Gobi an Yamaha Tenere

4 Motorradkoffer selber bauen

In Ted Simons Zeiten bauten Motorradreisende ihre Motorradkoffer noch selbst! Wasserrohre wurden zu Kofferträgern umfunktioniert und Munitionskisten oder ähnliches an die Träger geschraubt.

Auch heute ist es selbstverständlich möglich mit ein wenig handwerklichem Geschick sich seine eigenen Motorradkoffer zu bauen.

Ressourcen:

Falls du die Kofferträger und Motorradkoffer komplett selbst bauen möchtest schau am besten hier.

Wenn du gekaufte Koffer (Peli Cases, Alu Boxen, Munitionskisten, o.ä.) an eine eigene Trägerkonstruktion bauen möchtest, dann findest du hier eine interessante Lösung.

Es klingt verlockend, da durch den Selbstbau viel Geld gespart werden kann – aber nur, wenn du deine Arbeitszeit nicht mit einrechnest! Wer keinen Spaß am Basteln hat, ist wohl besser bedient sich einen Nebenjob zu suchen um ein fertiges System zu kaufen. 

5 Fazit

Motorradkoffer an Yamaha Teneres

Motorradreisen sind eine teure Angelegennheit, das liegt insbesondere am Equipment und die Motorradkoffer schlucken einen Löwenanteil am Budget. wenn du Zeit und handwerkliches Geschick mitbringst, dann ist der Selbstbau sicherlich eine interessante Alternative, aber nur wenn du deine Arbeitszeit vernachlässigst! 

Eine andere Möglichkeit ist anstatt auf Motorradkoffer auf Satteltaschen zu setzen. Die Abkehr vom System Motorradkoffer hat auch sehr interessante Aspekte.

Für alle anderen gilt: Augen zu und durch. Einmal gekauft, wirst du mit den Koffern viel Spaß haben und unterwegs denkt man sowieso nicht mehr daran, wie teuer die Ausrüstung war.

Mit welchen Motorradkoffern bist du unterwegs?

Hast du Empfehlungen, die nicht auf gelistet sind?

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  • Deutschland - Australien: Das hat es gekostet
  • Wie ich das gesamte Budget in 2 1/2 Jahren gespart habe




11 Kommentare

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  1. Detlev

    Moin,
    ich fahre seit gut 10 Jahren mit den Koffern von http://www.grave.cz. Die sind aus Duraluminium – angeblich so leicht wie Alu, aber so fest wie Stahl. Wissenschaftlich beweisen kann ich letzte Angabe nicht, bin aber nach wie vor von den Koffern begeistert, fast noch mehr allerdings von den Edelstahlträgern, handwerklich echte Schmuckstücke (und das Argument, dass im Fall der Fälle niemand VA schweißen könnte, halte ich für vernachlässigbar).
    Nun muss man aber bedenken, dass das schon 10 Jahre her ist, manchmal leidet ja die Qualität im Laufe der Zeit. Auch der seinerzeitige Preis (41-Liter-Kofferpaar mit Deckelreling und die VA-Träger, incl. Luftfracht von Prag) für € 500,- war extrem gut. In diese Koffergröße passt übrigens optimal die entsprechende Innentasche von TT.
    Meine Frau fährt die GOBIs. „Eigentlich“ super, dämlich finde ich nur die unnötig kleine Ladeluke und, dass die Griffmulde soweit nach innen ragt. Mit der Schließmechanik hatte ich nicht viel Glück, ich musste schon zwei Kofferschlösser für teuer Geld ersetzen.
    Ansonsten im Blick auf Haltbarkeit 1A, sie sind lediglich im Laufe der Zeit etwas grau ausgeblichen. Da meine Frau auf den großen gemeinsamen Touren meist die Wäsche, Schuhe etc. transportiert, verwendet sie dafür die passenden GOBI-Innentaschen, die sich auch in jeder Hinsicht bewährt haben (Funktionalität und Haltbarkeit).

  2. Chris

    Hola Amigos
    Ich fahre (Europa-Asien-Australien-Nord Amerika-Südamerika, 130‘000 Km bisher) Touratech Zega Pro 2 Koffer und bin sehr enttäuscht worden. Zu schwache Konstruktion: durch das Gewicht und die holperigen Strassen haben sich bei mir die Rückwände verbogen. Dadurch natürlich nicht mehr dicht. Auch eine der Halterungen ist abgebrochen. So musste ich diverse Änderungen machen, damit ich mehr oder weniger weiterfahren kann. Auch nach dem Verstärken der Rückwand sind die Koffer nicht mehr Wasserdicht. Ein Kollege den ich unterwegs getroffen habe, hatte die gleichen Probleme.

    Für eine Schwarzwald Fahrt sind die Koffer bestimmt ok. Für eine Weltreise nicht zu empfehlen und definitiv zu teuer.

    Have fun
    Chris

  3. Bernd Tesch oder GLOBETROTT-Zentrale Bernd Tesch

    http://www.berndtesch.de/Deutsch/Ausruestung/Tasche6.html

    DANKE für die lobenswerte Erwähnung meiner Alukoffer „Tesch-Travel-Taschen“.
    Prinzipiell habt Ihr viel Wissen zusammen getragen. Aber es ist alles eben nur aufgereiht. Es fehlen noch jahrzehnte Erfahrung bei abertausenden von Travellern. – Zum Selbstbau von Trägern möchte ich noch einen Beitrag liefern. Die Vorteile mit „Geldsparen, wenn man seine Zeit nicht rechnet“ nur zu erläutern, ist so nicht richtig. Träger/Taschen gehören auch laut TÜV zu den „gefährlichen“ Anbauten. Die sollen Dich beim Sturz SCHÜTZEN! Um einen Träger selber zu bauen, muss man ganz viele Kenntnisse haben: Richtige Kenntnisse von Statik und Dynamik (bewegte Lasten). Übertragung der Kräfte (aus verschiedenen Richtungen) beim Sturz von der Strasse auf die Koffer, dann auf das Motorrad. Auswahl der Befestigungspunkte am Motorrad. Größe und Richtung der Umleitungskräfte von einer Seite zur anderen Seite über die hinteren Querverstrebungen. – Ich war Konstrukteur und selber der Mechaniker-Hersteller in der Werkstatt von den stabilen und sicheren „Tesch-Travel-Trägern“ aus rechtigen Stahlrohren (20x20mm) 1979-2014. Bin selber 111.111 km in Afrika gereist. Und hatte/habe das Feedback von tausenden Overlandern. Und beim Selbstbau von Trägern muss man unbedingt auch sagen, dass es vollkommen egal ist, ob man hier auf der Österreich-Reise oder in Afrika stürzt. Der Träger muss Dich IMMER schützen. – SEHR viele wertvolle Tipps zu Aluboxen, Trägern und Befestigungen findest Du bei dem Link oben!
    Genügend Seitenwind wünscht Dir Bernd Tesch

  4. Steffen

    Hallo,

    Ich habe auch „mangels präsenter Alternativen“ zu den TT Zega Pros gegriffen. Ob nun Pro oder Pro2 ist wohl vernachlässigbar, da hauptsächlich das Schliesssystem unterschiedlich ist, was wohl eher ein Komfort- und Gesamtbaubreitenthema ist. Ich habe für meine R1200GS, K25, die schmale Variante mit Auspuffausschnitt („Sondersystem“ 38-5ltr/38ltr, nicht mehr in der „Pro“-Variante lieferbar) gewählt, so dass ich auf Lenkerbreite bleibe und nicht unnötig Unrat mitnehme.

    Die Nachteile wurden oben schon einmal von Chris erwähnt: Obwohl ich die Koffer nicht komplett mit schweren Kram vollgestopft habe und die kleine Variante habe (Konstruktion der unterschiedlichen Grössen ist bis auf die Breite gleich, also hat der Grösste bei voller Beladung mehr Last auf dem gleichen Befestigungssystem und -Anbindungen) hat sich der Koffer ohne stabilisierenden Auspuffaussschnitt verformt. Gut: Später wurde er noch durch mehrfache äussere Einwirkung belastet…

    Im Bereich der Durchbiegung liegt zudem die Schweissnaht für das Aluprofil, welches sich in die Dichtleiste am Deckel gräbt. Die Schweissnaht ist durch die Verformung gebrochen. Alles mehr oder minder ein Schönheitsfehler. Schade bloss, dass man bei Produkten ehemaliger Motorradreisender mehr Detailwissen erwartet.
    Das Kernproblem ist natürlich auch die Dichtheit. Hatte ich zu Beginn aufgrund von Lieferverzug den Koffer eines Freundes probe getragen, der je nach Passhöhe herrlich beim öffnen gezischt hatte (klang unweigerlich nach Feierabendbier) und damit auch die Wasserdichtheit unterstrichen hat, passierte das bei meinen Koffern zu Beginn nur ab und an mit ganz viel Glück einmal, nun eigtl. schon lange nicht mehr, dafür habe ich bei Regenfahrten Feuchtigkeit im Koffer (womit ich aber kein grosses Problem habe, wenn ich an meine Anfänge mit ollen, undichten Packrollen denke…).

    – Das Problem ist zum einen eine ca. 2mm dicke Dichtleiste am Deckel, welche von einem dünnen Aluprofil am Koffer genau getroffen werden muss. Der Deckelklapparatismuss lässt aber alleine schon so viel Nöglichkeiten zu… Hinzu kommen dann natürlich die erwähnten Verzüge des Koffers.
    – Bierdosen nie einfach lose im Koffer transportieren… Die nach innen ragenden Schrauben haben perforierende Wirkung. Und wenn das obere Ende des Koffers nicht wasserdicht ist, das untere ist es!!

    + Der Vorteil liegt wohl vor allem im Gewicht des Systems und der grossen Einladeluke.

    Generell wären aber wohl eher Koffer zu bevorzugen, die oben eine abgekantete Dichtfläche haben und ein Deckel der darüber lappt. Dazwischen eine dicke Moosgummidichtschnur, die auch mal einen gewissen Verzug von Koffer und Deckel ausgleichen kann. Nachteilig wäre halt eine „eingezogene“ Einladeluke.

    Alles in allem sind die Koffer nun nicht komplett daneben, die Verarbeitung und Passgenauigkeit des Trägersystems ist z.B. echt klasse! Wie oben erwähnt erwartet man aber eben das kleine Quäntchen durchdachtes Detailwissen von einer Firma mit so einer Geschichte wie Touratech. Anderen Firmen ohne so einer reisenden Gallionsfigur die einfach nur Koffer bauen würde man mehr verzeihen, wenn die Koffer so labil ausgeführt sind.

    Ob man nun Koffer oder Taschen wählt… schwierig. Bei meiner dicken GS käme ich (rein aus optischen Gründen) wohl nie auf die Idee mit Taschen zu arbeiten. Dabei wäre es genau da vielleicht genau da empfehlenswert. Wahrscheinlich ist es sinniger eine Tasche samt Moped auf dem Bein liegen zu haben, als einen Koffer samt Moped. Andererseits habe ich lieber das Moped auf dem Koffer liegen, als auf einer Tasche wenn meine Beine noch im Bereich der Rasten sind.
    Auch das einfache reinwerfen von Ladegut (vor allem auch beim Gebrauch als Daily Driver) und/oder die Möglichkeit einen Hocker/Kochtischchen dabei zu haben sind nicht ohne… Aber halt auch immer mit Zusatzgewicht verbunden.

    Je mehr man sich mit dem Thema unter internationalen Reisenden beschäftigt, desto mehr bekommt man auch weniger in Deutschland präsente Alternativen zu Gesicht.
    z.B.:
    http://www.globescout.com.tr/
    http://holan.pl/en/
    http://www.jesseluggage.com/

    Bei den Taschen würde mir einfallen:
    http://www.enduristan.com
    http://wolfmanluggage.com/
    https://www.giantloopmoto.com/
    http://kriega.com/
    https://www.adventure-spec.com/
    http://www.atgear.co.za


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